Optimierung des Materialflussmanagements in der Elektronikfertigung

12.10.2020, 13:30 Uhr FED Conference Talks

Online-Event

Thema:               Optimierung des Materialflussmanagements in der Elektronikfertigung
Vortragender:    Jan Hepke – Sales Manager DE Noth-East, JUKI Automation Systems GmbH
Dauer:                1 Stunde

Die Materialwirtschaft eines Unternehmens umfasst alle Betriebsmittel und Verbrauchsmaterialien an einem Fertigungsstandort. Dabei unterscheidet sich häufig der Materialfluss innerhalb eines Fertigungsstandorts hinsichtlich der Lagerung der Verbrauchsmaterialien sowie der Warenbereitstellung im Fertigungsbereich. Ein wesentlicher Bestandteil der Elektronikfertigung stellt die Verarbeitung und Bestückung von Leiterplatten mit elektronischen Baugruppen (SMT und THT Materialien) dar. Im Fertigungsbereich, bspw. an einer SMT Linie, werden heutzutage im Besonderen hohe Anforderungen an die Warenbereitstellung und Verarbeitung der Materialien gestellt. Diese Forderungen sind 
• eine erhöhte Produktivität und Produktqualität,
• ein erhöhter Automatisierungsgrad und
• Kostenoptimierungen.

Die erhöhte Produktivität zielt auf eine effiziente Abarbeitung von Produktionsaufträgen ab. Jeder einzelne Fertigungsschritt hat einen unterschiedlich starken Einfluss auf die Produktqualität. Weiterhin wird diese durch die Qualität und Lagerung der verwendeten Materialien beeinflusst. Ein erhöhter Automatisierungsgrad innerhalb der Fertigung verfolgt das Ziel, die Ausbringung der Fertigungslinie zu steigern und gleichzeitig die notwendige Anzahl an Bedienern sowie die Anzahl menschlicher Fehler zu reduzieren. Ein weiterer Aspekt der Automatisierung ist eine automatisierte Warenbereitstellung mit einer geschlossenen Informationskette zwischen dem Verbrauch von Materialien, der Verbrauchsmeldung sowie Nachbestellung des Bestands durch den Einkauf und der zeitgerechten Bereitstellung der nachbestellten Materialien an den Fertigungslinien. Kostenoptimierungen streben eine ganzheitliche Erfassung und Reduzierung aller Kostenanteile für Fertigung und Logistik an. Einzelne Kostenanteile können durch den realisierten Automatisierungsgrad und die Gestaltung des Materialflusses innerhalb der Fertigung stark beeinflusst werden. Um eine Automatisierung der Fertigung zielgerichtet voranzutreiben, sollte ein jeweils an den Fertigungsstandort angepasstes, optimiertes Materialflusskonzept vorhanden sein. Dieses Konzept soll ebenfalls Aufschluss darüber geben, ob der jeweilige Automatisierungsschritt im Unternehmen wirtschaftlich sein kann. Zur Verbesserung bzw. Optimierung des Materialflusses innerhalb der Fertigung können unterschiedliche Ansätze gewählt werden:
• Gesteuerte Simulationen
• Mathematische Optimierung
• Verwendung von Trainierten Datenmodellen (Teilaspekt der Künstlichen Intelligenz)

In der Praxis werden heutzutage oft Simulationen zur Materialverarbeitung im Fertigungsbereich von Experten durchgeführt, welche einzelne Produkte sowie die verwendeten Maschinen sehr genau kennen und viel Praxiserfahrung einfließen lassen. An einer SMT Linie sind dabei vor allem die unterschiedlichen Produktionsaufträge und deren Losgrößen sowie die verfügbaren Maschinen und Maschinenbediener zu berücksichtigen. Der Trend zeigt jedoch, dass zunehmend mehr Randbedingungen in der Fertigung zu berücksichtigen sind. Durch diese zunehmende Komplexität ist es gegebenenfalls sinnvoll, unterstützend weitere Optimierungsansätze zum Einsatz zu bringen. Im Beitrag werden die drei genannten Ansätze zur Optimierung des Materialflusses in der Elektronikfertigung dargestellt und hinsichtlich Ihrer Vor- und Nachteile sowie deren Anwendbarkeit in der Praxis gegenübergestellt. Dabei werden vor allem die Voraussetzungen für deren Einsatz mit Blick auf unterschiedliche Fertigungssituationen bei Elektronik OEMs und EMS Dienstleister diskutiert.


Hinweise für alle Teilnehmer:

  • Das Online-Event wird aufgezeichnet
  • Zur Durchführung des Online-Events verwenden wir "GoToWebinar". Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie insoweit unter www.fed.de/datenschutz-webinare/
  • Kosten: 0,- €