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25 Jahre FED - Ein Rückblick

Neue Mitglieder

20.10.2016

Bericht und Vortragsfolien | TFZ Wiener Neustadt

Die diesjährige FED-Vortragsrundreise fand dieses Jahr bei ZKW-Elektronik in Wiener Neustadt statt. FED-Regionalgruppenleiter Jürgen Deutschmann durfte am 20. Oktober 2016 im Namen des FED und der ZKW Elektronik GmbH über 25 Gäste begrüßen.

 

Vorstellung ZKW-Group – Mag. Dietmar Kieslinger & Dipl.-Ing. Peter Wurm

Dipl.-Ing. Peter Wurm präsentierte die ZKW Unternehmensgruppe. Das Unternehmen wurde 1938 in Wien gegründet. Der Name steht für Zizala Karl Wien, mittlerweile ist der Hauptsitz aber in Wieselburg, ca. 120 km von Wien entfernt. ZKW ist international aufgestellt und hat Standorte in Österreich, Tschechien, Slowakei, Indien, China, USA und Mexiko. Insgesamt beschäftigt die Unternehmensgruppe über 7000 Mitarbeiter. Die Kernkompetenz von ZKW ist die Entwicklung und Produktion von Lichtsystemen, Elektrik und Elektronikmodulen für Kraftfahrzeuge. Im Bereich von LKW-Hauptscheinwerfer ist man Europas Marktführer.

Anschließend gab Mag. Dietmar Kieslinger einen Einblick in die Entwicklungstätigkeit von ZKW. Anhand einer aktuellen Matrix-LED-Leuchte zeigte Herr Kieslinger welche Vorteile ADB (Adaptive Driving Beam) Beleuchtungen wie eine Matrix LED Leuchte haben und welche Herausforderungen für den Produzenten entstehen. Grundsätzlich handelt es sich hier um das Fernlicht bei Kraftfahrzeugen. Die ADB-Technologie ermöglicht den Dauereinsatz von Fernlicht bei Dunkelheit. Das besondere an der Technologie ist, dass es ein sogenanntes Blendfreies Fernlicht ist. Durch den Matrixaufbau, können einzelne Elemente ausgeschaltet werden. Dies bietet den Vorteil, dass der Gegenverkehr oder Fahrzeuge welche sich vor dem eigenen Fahrzeug bewegen nicht geblendet werden, aber alle anderen Bereiche auf und neben der Fahrbahn perfekt ausgeleuchtet werden, so wie dies bei einem Fernlicht sein soll.

 

Aus dem Verband – Klaus Dingler

Da es sich beim Programm um die jährliche FED-Vortragsrundreise handelt, welche in jeder der zwölf Regionalgruppen stattfindet, war auch Klaus Dingler aus der FED-Zentrale in Berlin angereist. Er hat in einer kurzen Präsentation über das Verbandsleben des FED und über aktuelle Neuigkeiten berichtet. Die aktuellsten IPC-Übersetzungen wurden präsentiert und Herr Dingler gab auch einen Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen und Seminare des FED. Zum Abschluss gab es noch einen kurzen Rückblick auf die FED-Konferenz in Berlin und einen Ausblick auf die Konferenz im nächsten Herbst in Berlin.
Danach startete der Vortragsblock.

 

Fachvortrag: Hohe Zuverlässigkeit durch Starrflextechnologie -  Andreas Schlipp, Würth Elektronik

Herr Schlipp zeigte in seinem Vortrag wie Baugruppen mit hoher Zuverlässigkeit durch Starrflex-Leiterplatten realisiert werden können.  Am Beginn seines Vortrages zeigte Herr Schlipp den Weg von der starren Leiterplatten mit externen Verbindungsmöglichkeiten (z.B. Kabel oder Stecker) zur integrierten Lösung als Starrflex. Abgesehen von dem Einsparungspotential kann man anhand einer Starrflexlösung auch noch Qualitätsproblemen wie schlechten Lötstellen vorbeugen.  Zusätzlich lassen sich mit Starrflexlösungen auch noch Miniaturisierungen erreichen, welche mit herkömmlichen Verbindungsmöglichkeiten nicht machbar sind. Anhand einer sogenannten Design-Chain zeigte Herr Schlipp in 24 Schritten welche Einflussfaktoren es von der Idee bis zu Umsetzung einer Starrflexproduktion gibt. Zum Schluss lässt sich sagen, dass Starrflex eine sehr zuverlässige Leiterplattentechnologie ist. Jedoch ist es wichtig so früh wie möglich mit dem Leiterplattenerzeuger in Kontakt zu treten. Am Besten noch in Ideenphase, damit man das Optimum aus dem Produkt rausholen kann.

 

Fachvortrag: 3D Elektronik – Hanno Platz, GED Gesellschaft für Elektronik und Design mbH

3D Technologien sind im Vormarsch, jedoch noch immer als teuer angesehen. Herr Platz machte anschaulich, wie man Konzepte durch den richtigen Einsatz von 3D Technik schön minimieren kann und dabei die Kosten von Projekten auch optimieren kann. Er zeigte in seinem Vortrag eine Vielzahl von Projekten welche sehr einfach optimiert werden konnten und durch den Einsatz der richtigen Technologie (z.B. Starrflex) auch noch kostengünstiger und einfacher produziert werden können.  Auch neue Technologien wie den Einsatz von 3D Druckern in Verbindung mit elektrischen Verbindungsleitungen wurden im Vortrag von Herrn Platz angesprochen. Zum Abrunden des Themas wurden auch moderne CAD Programme für 3D Elektronik gezeigt.