Durch die Reduzierung der Strukturgrößen und die Erhöhung der Packungsdichte steigen die Anforderungen an Leiterplatten und Baugruppen. Das betrifft sowohl die Anforderungen an die Lötbarkeit der Leiterplattenoberflächen, als auch die Anforderungen an die Eigenschaften der Isolierstoffe von Basismaterial und Lötstoppmaske. Die Qualität und Zuverlässigkeit und die möglichen Fehler auf und in der Leiterplatte beeinflussen direkt die Qualität und Zuverlässigkeit der Baugruppen, sowohl bei den Lötverbindungen als auch in Struktur und Aufbau der bestückten Leiterplatten in Bezug auf die Durchmetallisierungen, Innenlagen, Anbindungen, Laminatintegrität usw. Dieses Seminar unterteilt sich in zwei Vorträge, die sich mit den äußeren und inneren Aspekten der Qualität und Zuverlässigkeit bei Leiterplatten und Baugruppen beschäftigen. Der erste Vortrag von Herrn Lutz Bruderreck, TechnoLab GmbH, befasst sich im Schwerpunkt mit fehlerhaften Leiterplattenoberflächen und den Auswirkungen auf die Lötverbindungen. Am Beispiel der Endoberfläche chemisch Nickel-Gold (ENIG) werden Prüfverfahren vorgestellt, die sich für eine aussagekräftige Bewertung eignen.
Im zweiten Vortrag beschäftigt sich Dr. Frank Ansorge, ZVE Fraunhofer IZM, mit dem Einfluss der Leiterplattenqualität auf Ausfälle elektronischer Baugruppen. Schadensbeispiele aus der Praxis, ausgelöst durch Leiterplattenfehler, werden dargestellt. Die Leiterplattenqualität wird nach den Kriterien aktueller IPC-Standards beurteilt und die Auswirkung auf die Lötstellenqualität und die Zuverlässigkeit elektronischer Baugruppen aufgezeigt. Standardisierte Leiterplattenprüfungen werden dargestellt und deren Aussagekraft für komplexe Aufbauten und den Anforderungen im bleifreien Prozess diskutiert.
Die Vorträge enthalten umfangreiches Bildmaterial der Referenten mit diversen Fehlerbildern aus der täglichen Praxis.
Mit dem Seminar sollen den Teilnehmern die Zusammenhänge und Abhängigkeiten von Leiterplatten- und Baugruppenqualität und die Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der elektronischen Baugruppen aufgezeigt und ein Überblick über die Prüfmethoden gegeben werden.



Zulassungsnr. 468368
Antje Brandt
Sandra Köckeritz