Die Rezertifizierung für Trainer (CIT) ist im Rahmen einer 2- tägigen Schulung möglich. Sie endet mit einer schriftlichen Prüfung. Im Erfolgsfall wird das Zertifikat verlängert. Es werden Schwerpunkte aus allen Lehreinheiten angesprochen. Besonderer Wert wird auf den Erfahrungsaustausch bei der Durchführung von CIS-Trainingskursen gelegt. Nicht zuletzt werden Neuerungen des IPC besprochen.
Baugruppenfertigung erfordert einheitliche Beurteilungsgrundlagen für die visuelle Überprüfung der Fertigungsqualität. Der Kostendruck erlaubt mittlerweile keine betriebliche und nur in sehr eingeschränktem Umfang nationale Normungsarbeit zur Erstellung der Arbeitsgrundlagen. Daher ist eine stabile Basis für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter notwendig.
Diese Basis für die visuelle Baugruppenprüfung bildet die Richtlinie IPC-A-610, die den Weg weist, Reparaturen nur dann durchzuführen, wenn sie für die gewünschte Funktionalität der Baugruppe unvermeidbar sind. Dazu werden folgende Kriterien herangezogen:
- Zielwert (Target Conditions): repräsentiert den Idealzustand
- Abnahmezustand: Baugruppe nicht unbedingt perfekt. Abweichungen sind kosmetisch, zulässig, unkritisch. Funktion und Zuverlässigkeit sind nicht eingeschränkt.
- Prozessindikator: Abweichungen machen einen Prozesseingriff notwendig. Funktion der Baugruppe ist jedoch nicht beeinträchtigt, keine Reparatur.
- Fehlerzustand: unzulässig. Prozesseingriff notwendig, Funktion beeinträchtigt. Behandlung des Produktes muss mit dem Kunden abgestimmt werden (z. B. Reparatur, Verwendung trotz Abweichung, Verschrottung).
Die Teilnehmer lernen, die Vorgaben in Fertigung, Qualitätssicherung und Warenannahme erfolgreich anzuwenden und so beträchtliche Kosten sowie Fertigungszeit einzusparen.
Die Lehrbasis ist zur Zeit die IPC-A-610, Revision E in Deutsch, sowie weiteres deutsches Lehrmaterial.
Kursteilnehmern wird empfohlen, eigene Baugruppen zur Diskussion von Fehlerbildern mitzubringen.



Zulassungsnr. 468368



Antje Brandt
Sandra Köckeritz