Baugruppenfertigung - egal ob Inhouse oder beim Dienstleister, national oder global - erfordert einheitliche Beurteilungsgrundlagen für die visuelle Überprüfung der Fertigungsqualität elektronischer Baugruppen.
Der Kostendruck erlaubt mittlerweile keine betriebliche und nur in sehr eingeschränktem Umfang nationale Normungsarbeit zur Erstellung der Arbeitsgrundlagen. Daher ist auch für kleine und mittlere Unternehmen eine stabile Basis für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter notwendig.
Diese Basis für die visuelle Baugruppenprüfung bildet die Richtlinie IPC-A-610 (Abnahmekriterien für elektronische Baugruppen). Ihr Ziel besteht vorrangig darin, Reparaturen nur dann durchzuführen, wenn sie zur (Wieder-)Herstellung der Funktion der Baugruppe unvermeidbar sind. Dazu werden in der Richtlinie IPC-A-610 folgende 4 Kriterien herangezogen, die für die Baugruppen-Einsatzklassen 1 bis 3 nach IPC unterschiedlich definiert sein können:
- Zielwert: Idealzustand
- Abnahmezustand: Abweichungen sind zulässig, unkritisch
- Prozessindikator: Abweichungen machen einen Prozesseingriff notwendig.
- Fehlerzustand: unzulässig, Prozesseingriff notwendig, Funktion beeinträchtigt.
Die Lehrgangsteilnehmer/Innen lernen, die Vorgaben in Fertigung, Qualitätssicherung und Warenannahme erfolgreich anzuwenden und so beträchtliche Kosten sowie Fertigungszeit einzusparen.
Die Lehrbasis ist zur Zeit die IPC-A-610, Revision E in Deutsch, sowie weiteres deutsches Lehrmaterial.
Kursteilnehmern wird empfohlen, eigene Baugruppen zur Diskussion von Fehlerbildern mitzubringen.



Zulassungsnr. 468368






Antje Brandt
Sandra Köckeritz