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Grundlagenkurs Leiterplattendesign in Theorie & Praxis

09.-13.10.2017, Berlin + 06.-10.11.2017

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Einführung

Unsere Motivation - Aspekte des Leiterplattendesigns

PCB LayoutDesign bedeutet meist Entwurf oder Formgebung. Es zielt auf gestalterisch-kreative Aspekte ebenso ab wie auf technisch-konzeptionelle. Design muss sich am Menschen und seinen vielfältigen Bedürfnissen, an der Funktionalität und dem Zweck orientieren. Design nutzt vielfältiges Wissen. Die meisten industriell hergestellten Objekte bedürfen der Mitwirkung von Technikern, Ingenieuren und Marktstrategen, um die Überleitung  vom Konzept in die Realität sicher zu stellen.

Durch das Design ergeben sich auch weitreichende wirtschaftliche Konsequenzen. Klare Kostenkalkulationen spielen schon in der Entwicklungsphase der Produkte eine Rolle. So kann die einfache Änderung in der Materialwahl oder der Konstruktion eines Produkts Kosten sparen oder explodieren lassen, seine Attraktivität steigern oder minimieren.

In der Entwicklungsphase müssen auch ökologische Konsequenzen bedacht werden. Schließlich werden bei der Herstellung, Distribution und selbst beim vorbildlichen Recycling von Produkten stets Materialressourcen, Rohstoffe und Energie verbraucht.

Um den vorstehend genannten Aspekten des Designs gerecht werden zu können, verfügt der Designer moderner Prägung über gute Kenntnisse

  • in der Elektrotechnik und Physik
  • in der Fertigungstechnologie und deren begleitenden Testverfahren
  • in der Materialkunde
  • im Normen- und Richtlinienwerk
  • in Fragen der Wirtschaftlichkeit

Leiterplattendesign von der Pike auf lernen!

Den Teilnehmern werden die Grundlagen zur Erstellung eines Leiterplattendesigns vermittelt. Dies schließt den gesamten Designprozess inklusive der Erstellung der Fertigungsdaten und der Dokumentation ein. Im Praxisteil erhalten die Teilnehmer eine Einweisung in eine handelsübliche CAD-Software. Zudem wird eine Firmenbesichtigung bei einem Leiterplatten- und Baugruppenhersteller durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit wird der Qualitätstechnik gewidmet.

Das Konzept des Kurses sieht eine Dauer von 2 Wochen (Teil 1 und Teil 2, jeweils 5 Tage) vor. Diese finden im Abstand von 4 Wochen statt, so dass eine praktische Umsetzung und Vertiefung des Gelernten aus dem ersten Teil am eigenen Arbeitsplatz erprobt werden kann.

Der gesamte Lerninhalt wird in 32 Modulen von je 90 Minuten dargeboten. Hinzu treten 7 Module, die für die Erfolgsabfrage genutzt werden. Insgesamt 14 Module und damit rund 40 % der Ausbildungszeit sind der praktischen Umsetzung – sei es am Laptop, sei es bei der Begutachtung der Produktions- und Prüfschritte bei einem Leiterplatten- und Baugruppenproduzenten – gewidmet. Dieses Konzept wird gleichermaßen einen wichtigen Beitrag sowohl zum Verständnis als auch zur Verfestigung des Erlernten leisten.

Mit dem neu entwickelten Grundlagenkurs Leiterplattendesign Theorie & Praxis schließt der FED die Lücke zwischen den bereits im Berufsleben Aktiven und den vorstehend erwähnten Neueinsteigern.

Teil 1 und 2 des Kurses schließen jeweils mit der Prüfung zum Zertifizierten Elektronik-Designer (ZED Level I) ab.

Mehr zum Schulungsprogramm "Zertifizierter Elektronik-Designer (ZED)"...

Das Kursprojekt

Die Grundlage ist das Schulungsprojekt "Blinklicht" das von der Pike auf bis zur fertigen Baugruppe am CAD-System  realisiert wird. Jeder Teilnehmer erhält nach dem 2-wöchigen Kurs eine vorgefertigte funktionierende Baugruppe.

Bsp. unbestückte Leiterplatte   FED Beispiel bestückte Leiterplatte
Beispiel unbestückte Leiterplatte   Beispiel bestückte Leiterplatte

 

Zielgruppe

Das Grundmotiv des Kurses ist die Teilnehmer zur Erstellung eines eigenen Leiterplattendesigns zu befähigen.

Im Rahmen der Ausbildung wird großer Wert darauf gelegt, den künftigen Leiterplattendesignern ein klar umrissenes Rollenverständnis zu ihren Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten zu geben. Ihre Aufgabe ist gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Kreativität, aber auch durch eine wichtige Schnittstellenfunktion über Fachabteilungsbereiche hinaus.

Der Kurs wurde entwickelt für

  • Umsteiger
  • Berufsanfänger
  • Techniker und Ingenieure, die sich in eine neue Disziplin einarbeiten
  • Fachkräfte in der Prozesskette, die über ein tieferes Verständnis des Leiterplattendesigns verfügen wollen

Kursthemen

Teil 1 (1. Woche)

Modul 1 - 4

  • Einführung Leiterplatte, Designprozess
  • Basis Begriffe in der Elektrotechnik
  • Einführung in die Arbeit mit der CAD-Sofware
  • Praxis: CAD-Umsetzung

Modul 5 - 8

  • Einführung Bauteile-Bibliotheken
  • Einführung Schaltplan
  • Praxis: CAD-Umsetzung

Modul 9 - 12

  • Projekt eröffnen, Leiterplattendefinitionen, 2 Lagen, Platzierung mit THT-Bauteilen, Routing
  • Design Rules (DRC), Verbesserungen, Fertigungsdaten mit Gerber
  • Praxis: CAD-Umsetzung

Modul 13 - 16

  • Dokumentation für die Fertigung erstellen
  • Vertiefungen, Vermeidung von Inseln und Antennen, Kupferflächen, Wärmefallen, Lötstopp, Baugruppentest
  • Praxis: CAD-Umsetzung

Modul 17 - 19

  • Zusammenfassung
  • Prüfung zum Zertifizierten Elektronik-Designer (ZED Level I) Teil 1 von 2

  • Auswertung

Teil 2 (2. Woche)

Modul 21 - 24

  • Leiterplattendesign: 4 Lagen, Platzierung mit SMD Bauteilen, Routing
  • Design Erweiterung und Vertiefung
  • Praxis: CAD-Umsetzung

Modul 25 - 28

  • Begrifferklärung EMV, Impedanz, Signalintegrität
  • Praxis: Fehlererkennung im Schulungsprojekt
  • Qualitäts-Technik 1: Spezifikation, Design, Zuverlässigkeit
  • Qualitäts-Technik 2: Leiterplatte, Baugruppe, Qualifikation

Modul 29 - 32

  • Vorbereitung zum Besuch Leiterplattenfertigung, Arbeitsvorbereitung, CAM
  • Fertigung und deren Maschinenpark
  • Praxis: Besichtigung einer Leiterplattenfertigung, Arbeitsvorbereitung, CAM, Fertigungsprozesse

Modul 33 - 36

  • Vorbereitung zum Besuch Baugruppenfertigung, Arbeitsvorbereitung, Lötprozesse, ESD
  • Fertigungstechnologien, -prüfungen
  • Praxis: Besichtigung einer Baugruppenfertigung, Arbeitsvorbereitung, Fertigungsprozesse

Modul 37- 39

  • Zusammenfassung
  • Prüfung zum Zertifizierten Elektronik-Designer (ZED Level I) Teil 2 von 2
  • Auswertung, Zertifikatsvergabe

Schulungszeiten

Mo-Do 08:30 - 16:30 Uhr
Fr 08:00 - 15:30 Uhr

Schulungstermine und Orte

09.-13.10.2017 und 06.-10.11.2017

Online-Anmeldung

Schulungsort

FED e. V.
Schulungsraum
Plaza Frankfurter Allee
Frankfurter Allee 73c, 5. OG
10247 Berlin
Tel. 030 340 6030-50

Anfahrtsbeschreibung: Anfahrt_FED_Berlin.pdf

Übernachtungen

Wir bitten Sie, Ihre Übernachtungen selbst zu buchen. Es wurden im folgenden Hotel  Zimmerkontingente eingerichtet. Diese sind bis 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn unter Angabe des Stichworts FED abrufbar. Reservierung Tel. +49 030428310, EZ inkl Frühstück 78,00 EUR (Übernachtungen vom 08.-10.03.2017 für 98,00 EUR wegen Messe)

Arcadia Hotel Berlin
Frankfurter Allee 73 a
10247 Berlin
Tel: (+49) 30 42831 700
reservation.berlin@ahmm.de

Teilnahmegebühren

Die Kursgebühren gelten für den kompletten 2-teiligen Grundlagenkurs Leiterplattendesign Theorie & Praxis (2 x 5-tägige Schulung).

FED-Mitglieder:   3.380,- EUR

Nichtmitglieder:  3.880,- EUR

Enthaltene Leistungen

Ausführliche Schulungsunterlagen (Ordner), fertige Baugruppe (Schulungsprojekt), Benutzung Schulungslaptop (CAD-Software: Pulsonix), ZED Level I Prüfung, ZED Level I Abschlusszertifikat, 5 x Mittagessen, Kaffeepausen sowie alkoholfreie Pausengetränke.

Bedingungen

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Personen pro Kurs begrenzt.

Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie als Bestätigung der Teilnahme eine Rechnung mit dem Zahlbetrag. Der Kostenbeitrag ist vor Veranstaltungsbeginn an den FED zu überweisen. Bitte zahlen Sie erst nach Erhalt der Rechnung.

Bei Stornierung der Anmeldung zwischen 28 und 14 Tagen vor Seminar-/Kursbeginn (nur schriftlich per Post, E-Mail oder Telefax möglich – es gilt der Posteingangsstempel) wird eine Stornogebühr in Höhe von 10 % des Gesamtrechnungsbetrages erhoben. Danach ist in jedem Fall der volle Betrag zu zahlen. Bei Nichterscheinen oder verspäteter Abmeldung besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Teilnahmegebühr.

Der Veranstalter behält sich das Recht vor, den Seminartermin auch nach erfolgter Anmeldebestätigung unter Rückerstattung der Gebühren abzusagen.
Mindestteilnehmerzahl: 8.

Die Schulungen werden in Deutsch gehalten.

Es gelten im Übrigen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des FED.

Förderung durch Bildungsschecks

Einige Bundesländer fördern in Zusammenarbeit mit der EU die betriebliche und berufliche Weiterbildung von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Förderung muss in der Regel vor der Anmeldung zur Weiterbildungsmaßnahme beantragt werden.

Im Folgenden sind einige Beispiele aufgeführt. Bitte erkundigen Sie sich selbst vorab, ob auch in Ihrem Bundesland die Förderungszuschüsse möglich sind.

Nordrhein-Westfalen

www.bildungsscheck.nrw.de 
http://www.bildungspraemie.info

Brandenburg

http://www.lasa-brandenburg.de/Bildungsscheck-Brandenburg.1184.0.html

Mecklenburg-Vorpommern

http://www.hwbr.de/de/allgemein/ihr-personliches-beratungsburo-in-rostock/der-bildungsscheck-fur-alle-ist-da.html

Sachsen

http://www.sab.sachsen.de/de/p_arbeit/detailfp_esf_20928.jsp?m=35798

Ihre Referenten

Dieter Wachter

Wachter

Dieter Wachter ist seit 1986 Entwicklungsingenieur bei Diehl BGT Defence in Überlingen und beschäftigt sich mit dem Design von Leiterplatten und Hybriden. Als Gruppenleiter berät und unterstützt er Entwickler bei der Aufbau- und Verbindungstechnik. Dieter Wachter wurde ausgezeichnet mit dem 1. Preis des Veribest PCB-Design-Wettbewerbs 1999 und dem EDA-Vendor PCB-Design-Award 2002 (heute: Mentor Leadership Award).

Erika Reel - Kursleitung

Reel

Erika Reel ist Mitglied des FED-Vorstands und verantworlich für den Bereich Design im FED. Nach 7-jähriger Tätigkeit als PCB Layouterin bei ABB in Turgi war Erika Reel 22 Jahre bei der Firma Omnisec AG in Dällikon, Schweiz, tätig. In der Entwicklung der hochzuverlässigen Nachrichtentechnik hat sie 10 Jahre die Elektronikkonstruktion und 10 weitere Jahre die Elektronik und Mechanikkonstruktion geleitet.

Marco Huber

huber

Nach einer Ausbildung in anorganischer Chemie und Metallurgie (ABB) war Herr Marco Huber im Großmaschinenbau tätig und führte dort Korrosions-, Havarie- und Gefüge-Untersuchungen durch.1973 schloss sich eine Tätigkeit als Qualitätsverantwortlicher für Layout, Leiterplatten-, Baugruppenfertigung (Gretag AG) an. Bei der Firma Omnisec AG bekleidete er eine Reihe leitender Funktionen, zuletzt als Mitglied der Geschäftsführung.

Ihre Ansprechpartner

Brandt

Antje Brandt
Tel. 030 340 6030-51
E-Mail senden

 

Koeckeritz

Sandra Köckeritz
Tel. 030 340 6030-52
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